Was Autofahrer zum Thema
Kostenvoranschlag sagen
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Warum ein Kostenvoranschlag so wichtig ist
Ob Parkrempler, Steinschlag oder Lackkratzer – nach einem Schaden ist die wichtigste Frage meistens: Was kostet die Reparatur? Ein sauber kalkulierter Kostenvoranschlag gibt Ihnen die Antwort und dient gleichzeitig als Grundlage für die Abrechnung mit der Versicherung oder dem Unfallgegner.
Im Kostenvoranschlag werden Ersatzteile, Arbeitsstunden und Lackierkosten einzeln aufgeführt. Damit schaffen Sie Transparenz und vermeiden, dass Sie am Ende mehr zahlen als vereinbart. Bei unverschuldeten Unfällen erstatten Versicherungen die Reparaturkosten in der Regel ohne Kürzung, wenn der Kostenvoranschlag nachvollziehbar ist.
Das steht in einem guten Kostenvoranschlag
Ein belastbarer Kostenvoranschlag enthält eine klare Fahrzeugidentifikation mit Kennzeichen und Kilometerstand, eine detaillierte Schadensbeschreibung sowie alle geplanten Arbeiten mit Stundenverrechnungssätzen. Ersatzteile werden einzeln mit Preis aufgeführt, die Lackierkosten und Nebenarbeiten ebenfalls. So wissen Sie ganz genau, wofür Sie bezahlen.
Wann reicht ein Kostenvoranschlag aus?
Nicht bei jedem Schaden brauchen Sie ein vollständiges Kfz Gutachten. Bei kleineren Reparaturen genügt ein schriftlicher Kostenvoranschlag einer qualifizierten Werkstatt. Im Zweifel fragen Sie Ihren Kfz Gutachter nach einer kurzen Ersteinschätzung. Unsere Checkliste hilft Ihnen, die richtige Entscheidung zu treffen.
Ein Kostenvoranschlag reicht bei Ihrem Schaden typischerweise aus, wenn folgende Punkte zutreffen:
Reparaturkosten voraussichtlich unter 750 Euro
Kleiner Lackschaden, Parkrempler oder Steinschlag
Klare Schuldlage ohne Streit mit der Versicherung
Reparatur in der Stammwerkstatt geplant
Keine Airbag-Auslösung, keine Strukturschäden
Kein Wertverlust oder Nutzungsausfall geltend zu machen
Wer trägt die Kosten für den Kostenvoranschlag?
Viele Werkstätten erstellen den Kostenvoranschlag kostenlos, vor allem dann, wenn der Reparaturauftrag anschließend vergeben wird. Für eine detaillierte Kalkulation bei komplexen Schäden fallen typischerweise 35 bis 100 Euro an.
Bei einem unverschuldeten Unfall trägt die gegnerische Haftpflichtversicherung die Kosten – auch für einen unabhängigen Kfz Gutachter. Sie haben als Geschädigter das Recht, den Gutachter oder die Werkstatt Ihres Vertrauens zu wählen. Lassen Sie sich nicht in eine Partnerwerkstatt drängen.
In diesen Fällen sollten Sie statt eines Kostenvoranschlags
lieber einen Kfz Gutachter beauftragen
Reparaturkosten liegen klar über 750 Euro oder sind schwer abschätzbar.
Der Unfall wurde nicht von Ihnen verschuldet und die gegnerische Versicherung reguliert.
Es geht um Wertminderung, Nutzungsausfall oder einen möglichen Totalschaden.
So läuft der Kostenvoranschlag ab
Zunächst beschreiben Sie der Werkstatt oder dem Kfz Gutachter den Schaden und den Unfallhergang. Im nächsten Schritt wird das Fahrzeug begutachtet – meist direkt im Betrieb oder bei Ihnen vor Ort.
Anschließend kalkuliert der Kfz Sachverständige oder der Werkstattmeister die nötigen Arbeiten, Ersatzteile und Lackierarbeiten. Grundlage sind aktuelle Kalkulations- systeme wie DAT oder Audatex, die herstellerkonforme Stundenverrechnungssätze verwenden.
Sie erhalten den Kostenvoranschlag schriftlich und können ihn bei Ihrer Versicherung einreichen oder direkt den Reparaturauftrag vergeben.
Kostenvoranschlag
kurz und knapp
Bei einem unverschuldeten Unfall tragen Sie weder die Kosten für den Kostenvoranschlag noch für ein unabhängiges Kfz Gutachten.
Häufige Fragen
Ein Kostenvoranschlag ist eine schriftliche Aufstellung der voraussichtlichen Reparaturkosten nach einem Unfall oder Schaden. Er wird von einer Werkstatt oder einem Kfz Gutachter erstellt und listet benötigte Ersatzteile, Arbeitsstunden und Lackierkosten auf. So wissen Sie vorab, was die Reparatur kosten wird.
Viele Werkstätten erstellen einen Kostenvoranschlag bei kleineren Schäden kostenlos, insbesondere wenn der Auftrag anschließend erteilt wird. Für eine detaillierte Kalkulation bei komplexen Schäden können zwischen 35 und 100 Euro anfallen. Bei einem unverschuldeten Unfall trägt die gegnerische Haftpflichtversicherung die Kosten.
Ein Kostenvoranschlag dokumentiert nur die voraussichtlichen Reparaturkosten. Ein Kfz Gutachten ist deutlich umfangreicher: Es erfasst zusätzlich den Wiederbeschaffungswert, die Wertminderung, den Restwert und die Nutzungsausfallentschädigung. Für Schäden über 750 Euro oder bei einem unverschuldeten Unfall ist in der Regel ein vollständiges Gutachten die bessere Wahl.
Bei Bagatellschäden mit Reparaturkosten unter 750 Euro reicht ein Kostenvoranschlag meist aus. Typische Beispiele sind kleinere Lackschäden, Parkrempler oder Steinschläge. Bei größeren Schäden, einem Fremdverschulden oder wenn Streit mit der Versicherung droht, sollten Sie einen unabhängigen Kfz Gutachter beauftragen.
Ein Kostenvoranschlag ist in der Regel vier bis sechs Wochen gültig. Die genaue Frist ist auf dem Dokument vermerkt. Nach Ablauf müssen die Preise neu kalkuliert werden, weil Material- und Teilepreise schwanken.
Bei kleineren Schäden akzeptieren die meisten Kfz-Versicherungen einen Kostenvoranschlag als Abrechnungsgrundlage. Bei größeren oder unklaren Schäden verlangt die Versicherung jedoch häufig ein unabhängiges Gutachten. Haben Sie den Unfall nicht verschuldet, haben Sie Anspruch auf einen frei gewählten Kfz Gutachter auf Kosten der gegnerischen Versicherung.
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